Titel

Das lesen Sie in der neuen Ausgabe ...

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Abschied vom Südflügel

Von Cord Beintmann

Dreißig Jahre lang bin ich täglich auf dem Weg zur Arbeit mit dem Auto direkt am Südflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs vorbeigefahren. Frühmorgens lag er linker Hand. Nach der Arbeit fuhr ich, oft müde, an der gewaltigen Steinwand, die nun rechts von mir lag, vorbei nach Hause. Stets schwieg der Südflügel. Er gab mir ein bisschen Halt, und deshalb wird er mir fehlen.

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Nach der Volksabstimmung: Was tun?

Von Gangolf Stocker

Ja, klar, die Volksabstimmung ist in höchstem Maße unfair gelaufen. Landesweit hatten wir keine Chance. Und dass es in Stuttgart keine Mehrheit für den Ausstieg gab, könnte auch an uns selbst gelegen haben.

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Foto: Christian Hass

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Grüne Kreidefresser

Von Wolfgang Schorlau

Vor der Landtagswahl 2011 gehörte ich zu jenen, die für einen Politikwechsel in Baden-Württemberg warben. Nun, im Vorfeld der wichtigen Wahl des Stuttgarter Oberbürgermeisters, sehe ich mit Sorge, wie die Zustimmung zur Politik der Grünen schwindet, die grüne Landtagsfraktion das Profil aufgibt, das ihr zu ihrer jetzigen Stärke verholfen hat, und die Partei zunehmend die Zustimmung von Menschen verliert, die sie bisher unterstützt haben.

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Foto: Reuter

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Leben auf der Straße - eine alternative Stadtführung

Von Pia Wolkenstein

Grüne Wiesen umsäumten bis vor zehn Jahren die frühere Parkanlage des Marienplatzes im Stuttgarter Süden. Ein Treffpunkt für Kinder und Jugendliche. Auch suchten Obdachlose, Alkoholiker und Drogenabhängige den Platz auf – ohne sich dabei in die Quere zu kommen, der sogenannte Bodensatz unserer Gesellschaft und der Nachwuchs. Doch für die Stadt ist grau allein der Baum des Lebens nur: Straßenbahnen durchqueren heute den zubetonierten Marienplatz – das Areal ist nicht nur im Winter verlassen. Kalt und kühl wirkt das Areal und die Obdachlosen wichen, wie gewünscht. Sie suchten sich neue Plätze, an denen sie freilich genauso unerwünscht sind und irgendwann ebenfalls vertrieben werden.

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Foto: Christian Hass

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Kommentar von Martha | 2012-02-13

Ich habe gerade den Artikel von Gangolf Stocker gelesen. Er klingt als ob die montäglichen Domonstranten nicht mehr dem Spektrum der Demonstrationen vor der Vollksabstimmung entsprächen. Dem ist aber nicht so. Ich gehe jeden Montag zur Montagsdemo - ich bin selbständig - und treffe mich mit Freunden dort die Ingenieure, Angestellte etc sind und treffe dort auch solche. Also bunt gemischt, wie immer.
Die andere Sache die ich erfahren habe in Gesprächen vor der Volksabstimmung, dass Menschen die für S-21 sind in keinem Fall einer Diskussion über die Kritikpunkte an S-21 standhalten konnten. Da hörte man "ich vertrau der deutschen Ingenieurskunst", der "Park bleibt doch trotzdem" etc. Sie haben sich schlichtweg nicht intensiv informiert. Das ist natürlich keine gute Grundlage für eine Volksabstimmung. Darüberhinaus müssen die finanziellen Möglichkeiten gleich sein, was ja nciht der Fall war. Auf solche Volksabtimmungen können wir verzichten, sie führen nur zu Scheinlegitimationen.